Dienstag, 10. März 2009

Die Reise nach Zürich am 8. März 2009

Jedes Wochenende setze ich mich in den Zug und fahre nach Dietikon. Mit dem Zug geht die Reise zwar länger, aber es ist bequemer. Zudem ist es auch für die Umwelt besser.
Immer wieder kann ich während diesen Zugfahrten einiges beobachten. Heute habe ich aufgrund unseres Auftrages auf der Fahrt besonders auf die Menschen und die Umwelt geachtet:

Kaum sind die Leute am Bahnhof aus dem Zug gestiegen, waren sie schon wieder verschwunden. Die Menschen, die draussen warteten, konnten es nicht erwarten bis die Mutter mit dem Kinderwagen eingestiegen ist oder bis die alten Damen und Herren ihren letzten Tritt geschafft haben, um endlich in den Zug zu stürmen.
Wir Menschen haben es heute immer eilig. Und dies führte zu meinem Gedanken, dass das Leben heute in vielen Bereichen ein Lauf gegen die Zeit ist.

Die Menschen sind eingestiegen und suchten nach freien Plätzen. Das Interessante dabei war, dass sie sich in ein leeres Viererabteil setzten und so in jedem Abteil eine Person sass. Gruppen, die dann bei den nächsten Haltestellen dazu kamen, hatten keinen Platz mehr und mussten sich getrennt hinsetzen. Wäre es nicht sympathischer, wenn wir in Gesellschaft reisen würden?

Während der Fahrt gab es dann eine Situation, die mich sehr verärgerte. Eine Mutter war mit ihrem kleinen Kind unterwegs. Dieses Kind hatte einen Gegenstand zum Spielen und schlug damit immer wieder gegen die Wand. Eine alte Frau wurde wütend und meinte, dass das Kind aufhören sollte. Die Mutter verteidigte sich damit, dass die Kinder in diesem Alter doch noch spielen sollen. Lieber sie spielen so, als mit irgendwelchen Computerspielen etc. Zusätzlich meinte sie, dass Kinder leben sollen. Dabei kam mir in den Sinn, dass wir immer wieder im Nachhaltigkeitsmodul hören, dass wir jetzt mit den Veränderungen beginnen müssen, damit die Kinder sicher und wohlbehalten aufwachsen können. Dieses Wort „leben“ beschäftigte mich sehr.

Weiter habe ich beobachtet, wie jeder zweite Reisende telefonierte. Was bewirken die Strahlen? Ist es wirklich gesundheitsschädigend? Und wenn ja, warum telefonieren wir teilweise stundenlang mit dem Handy?

Am Ende der Fahrt begann es zu schneien. Am Tag davor hatten wir 10 Grad und nun schneite es bereits wieder. Hat dies etwas mit dem Klimawandel zu tun?

Als ich in Dietikon ankam, hatte ich viele Fragen, die noch unbeantwortet blieben und mich gleichzeitig zum Nachdenken brachten.

2 Kommentare:

  1. Da bin ich ganz deiner Meinung. Die Kinder sollen besser lernen miteinander zu spielen. Was bringt es, wenn die Eltern die Kinder vor den Computer oder Fernseher setzen um Ruhe zu haben. Durch Streit um Spiele lernen Kinder nachzugeben und auf andere Rücksicht zu nehmen.
    So müsste die Frau zuerst einmal auf sich selbst schauen. Sie sollte sich die Frage stellen wer, sie oder das Kind, den grösseren "Schaden" anrichtet. Sie durch ihre Strahlen oder das Kind, das mit seinem Spielzeug.

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Nathalie
    Das Problem mit der Frau und dem Kind geht in die gleiche Richtung, welche du schon angesprochen hast. Die Menschen sind sehr gestresst und sind schon bei solchen Kleinigkeiten genervt - am Besten beachtet man solche Leute gar nicht. Das mit dem sehr wechselhaften Wetter ist mir auch aufgefallen. Vor allem habe ich auch das Gefühl, dass der Winter immer später beginnt und dafür immer länger dauert - aber vielleicht täusche ich mich da auch.
    Ist schon erstaunlich, wie viele Eindrücke eine Zugfahrt so mit sich bringen kann...

    AntwortenLöschen