Dienstag, 3. März 2009

Der Weg der Milch - von der Kuh in den Laden

Damit Kühe Milch produzieren können, brauchen sie zuerst einmal eine ganze Menge Futter wie zum Beispiel Gras, Klee und Heu. Auf der Weide umschlingen die Kühe das frische Gras und Wildkräuter mit ihrer Zunge, rupfen es ab und schlucken es unzerkaut hinunter. Wenn die Kühe später gemütlich im Stall oder auf der Weide liegen, käuen sie genüsslich wieder. Die Kühe verdauen die Pflanzennahrung in ihren vier Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen und Lab- bzw. Käsemagen). Dabei werden verschiedene Nährstoffe freigesetzt, z. B. Eiweiße und Fette. Diese Nährstoffe werden mit dem Blut in das Euter transportiert und ermöglichen, dass im Euter die Milch gebildet wird.
Die Kühe werden in der Regel zwei Mal am Tag, meist in einem so genannten Melkstand gemolken: morgens und abends. Die frisch gemolkene Milch fließt durch lange Schläuche und Rohrleitungen in einen Kühltank, der in der benachbarten Milchkammer steht. Hier wird die noch warme Milch auf etwa vier Grad Celsius gekühlt. Das ist wichtig, damit die Milch nicht verdirbt.
Der Milchwagen holt die unbehandelte Milch (Rohmilch) ab und bringt sie zur Molkerei. Dazu wird die Milch über einen Schlauch aus dem Kühltank in den gekühlten Milchwagen gepumpt. In der Molkerei wird die Qualität der Milch geprüft (z. B. die Keimzahl) und die Zusammensetzung der Milch bestimmt (z. B. der Fettgehalt).
Nach den Untersuchungen beginnt die Bearbeitung der angelieferten Milch. Nach der Behandlung wird die Milch wieder auf vier bis fünf Grad heruntergekühlt. Anschließend wird sie in der Abfüllanlage in die frisch gespülten Flaschen gefüllt. Milch wird von den Molkereien auch in Pappkartons gefüllt. Pappkartons sind leichter, stapelbar und dadurch bequemer zu transportieren, allerdings können sie nur einmal verwendet werden.
Die vollen Milchflaschen werden in Kisten verpackt und auf Paletten gestapelt. Diese werden regelmäßig von einem LKW abgeholt und zusammen mit weiteren Milchprodukten, z. B. Butter, Joghurt, Quark, Sahne und Käse an die Verkaufsstellen geliefert. Auch dieser LKW ist wieder gekühlt. In der Verkaufsstelle wird die Milch ins Kühlregal gestellt. Dort ist sie dann zu finden, wenn wir sie kaufen wollen.
Es war spannend, sich einmal mit dem Weg der Milch zu beschäftigen und zu sehen, wie viel Arbeit dahinter steckt, bis ich die Milch im Coop kaufen kann. Erstens sind da einmal die Kühe, welche ganz viel fressen müssen. Danach ist die Arbeit des Bauers. Er muss die Kühe melken und sie versorgen. Dann der Transport in die Molkerei und das bearbeiten der Milch. Zum Schluss kommt noch das Abfüllen und der Transport in den Coop.
Ich selbst trage zu diesem Ablauf nicht viel bei, ausser, dass ich die Milch kaufe und hoffe, dass diejenigen die dafür gearbeitet haben das Geld bekommen.

2 Kommentare:

  1. Hallo Jael

    Ich habe ebenfalls den Weg der Milch von der Kuh bis zum Konsumenten verfolgt. Dabei bin ich darauf gestossen, dass die Bauern, so wie du es auch hoffst, ihr Geld leider nicht bekommen, wie es ihre Arbeit verdienen würde. Wir Konsumenten kaufen ja die Milch nicht mehr direkt vom Bauern, sondern in den Grossmärkten. Das heisst, dass diese Grosskonzerne die Preise der Milch bestimmen können. Den Bauern bleibt der kleine Rest, nachdem Transport, Verarbeitung usw. bezahlt wurde. Für viele Bauern rendiert die Milchproduktion immer weniger, vor allem wenn sie eher zu einem kleinen Betrieb zählen. Das ist sehr schade, da es wichtig ist, dass die schweizerischen Bauern weiterhin existieren können und nicht ständig durch die niedrigen Preise und Preisdrückungen zu Grunde gehen. Viele Bauern haben sich bereits zusammengeschlossen und wehren sich gegen diese Auflagen. Wir können sie dadurch unterstützen, indem wir Milch auch einmal vom Hof kaufen würden...

    Olivia F., LG 06 Ea

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  2. Hoi Jael

    Ich finde es gut, dass du als Thema die Milch ausgewählt hast. Ich finde es nämlich wichtig, in Anbetracht unseres Zukunftberufes, dass Kinder wissen, woher die alltäglichen Dinge kommen.
    Ein weiterer Schritt wäre dann, mit den Kindern auf den Bauernhof zu gehen und zu schauen, was sonst noch alles vom Bauernhof kommt. Ich denke, da staunt die eine oder der andere.

    Liebe Grüsse
    Pascal

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